Alae Eddine

Talente erzählen ihre Geschichte

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Alae Eddine lebt mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester in Essen-Katernberg. Sein Vater und seine Mutter arbeiten bei der Post. Er besuchte bis zur zehnten Klasse die Gertrud-Bäumer-Realschule und schaffte dort seine Qualifikation, mit der er nun an der Gesamtschule Holsterhausen sein Abitur machen kann. Der Schüler ist sehr aufgeweckt und sein großes Interesse gilt der Politik. Seit über drei Jahren engagiert er sich politisch in seiner Stadt und auch für seine Mitschüler ist sein Einsatz von Nutzen. Seit der achten Klasse schreibt er nämlich auf eigene Faust einmal jährlich Politiker an und vereinbart Treffen mit ihnen und seiner Schulklasse. „Mit Politik kann man Dinge ändern. Darum möchte ich mit den Politikern reden und ihnen einen Einblick in unsere Lebenswelt geben“, sagt er zu seinen Beweggründen.

In der zehnten Klasse lud er zum Beispiel NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann zu sich an die Schule ein. Und wie es der Zufall wollte, machte ausgerechnet sie, die Talentförderung bei einer Landespressekonferenz auf den gescheiten Jungen aufmerksam. „Es war mir eine Ehre, dass ich ihr in Erinnerung geblieben bin.“  Nach einer ersten Kontaktaufnahme zu Alae-Eddine durch das NRW-Zentrum für Talentförderung besuchte er die Summer School des TalentKollegs Ruhr in Herne. Angelika Dorawa, eine Mitarbeiterin der Talentförderung der Westfälischen Hochschule (Talente_schreiben) machte ihn auf das parlamentarische Patenschaftsprogramm, ein Auslandsstipendium, aufmerksam, das die Möglichkeit bietet, für ein Jahr in die USA zu reisen.

Mit einem Stipendium kann Alae Eddine ein Jahr in die USA

Mit seinem Talentscout Cahit Bakır sprach Alae Eddine dann wenig später über dieses Stipendium. „Er fand das Stipendium auch sehr passend für mich und unterstützte mich beim Bewerbungsverfahren. Das war toll, weil ich ziemlich aufgeregt war.“ Alae-Eddine konnte sich durchsetzen und fliegt im August 2017 für ein Jahr in die USA. Der Deutsche mit tunesischen Wurzeln freut sich auf den Aufenthalt im fernen Amerika. In welcher Stadt er landet, erfährt er erst bei der Ankunft. „Meine Mutter macht sich ein wenig Sorgen, mein Vater hat nur gesagt ,hau ab‘ und gelacht. Er weiß, dass ich alles durchziehe, wenn ich es wirklich will. Ich bin einfach glücklich und dankbar. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so etwas machen darf.“

Der Schüler hofft, dort sein Englisch aufbessern zu können und einen Einblick in die Politik des Staates zu bekommen. „Englisch ist bisher mein schwächstes Fach, das ändert sich nach dem Jahr in den USA hoffentlich. Ich hoffe auch, dass diese Reise eine Qualifikation für mich ist, die mich für spätere potenzielle Arbeitgeber interessanter macht.“ In Deutschland ist Alae Eddine als Fußball-Schiedsrichter tätig. Damit möchte er gerne auch in den USA weitermachen.

Was er nach dem Abitur machen möchte, weiß er noch nicht genau. „Ein Studium der Politikwissenschaften liegt natürlich nah, aber ich lege mich noch nicht fest. Ein bisschen Zeit habe ich ja noch.“