Carla

Talente erzählen ihre Geschichte

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Carla lebt alleine mit ihrer Mutter und Hündin Polly in Bochum. Dort besucht sie das Goethe Gymnasium und erbringt sehr gute Leistungen. „Ich muss aber auch etwas dafür tun. Ich lerne viel. Wenn mich etwas interessiert, mache ich das gerne.“ Besonders Sozialwissenschaften und Sprachen liegen der Abiturientin. Ihr Plan ist es, Wirtschaft zu studieren.

Ihre Eltern stammen aus Polen, die Mutter ist Altenpflegerin, der Vater Drucker. Zu studieren, ist in Claras Familie nicht gewöhnlich. Doch die engagierte Stufensprecherin möchte es wagen. Mut spricht ihr ihr Talentscout Luisa Kopp von der Hochschule Bochum zu. „Ich habe mich entschieden, ein duales Studium im Bereich Wirtschaft zu machen. Bevor ich mit Luisa gesprochen habe, war alles noch sehr diffus in meinem Kopf und ich wusste nicht, was ich studieren soll. Sie hat mir geholfen, meine Gedanken zu ordnen.“ Ein duales Studium strebt Carla an, da sie möglichst bald finanziell unabhängig sein möchte. „Außerdem gefällt mir die Verbindung von Theorie und Praxis. Ich stelle mir ein duales Studium sehr abwechslungsreich vor.“

Ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete und Senioren

Nicht nur in der Schule ist Carla sehr engagiert, auch in ihrer Freizeit arbeitet sie ehrenamtlich. In einem Sprachcafé trifft sie sich wöchentlich mit Geflüchteten, um in lockerer Atmosphäre, deren Sprachkenntnisse zu fördern. Zudem machte sie bei einem Projekt mit, bei dem sie mit Senioren das Theater besuchte. „Ich mache das gerne. Die Menschen geben einem durch ihre Dankbarkeit viel zurück. Ich würde sagen ehrenamtliches Arbeiten ist ein Geben und Nehmen auf Augenhöhe.“ Wenn es ihre Zeit zulässt, macht die Schülerin Sport und fotografiert gerne.

Durch ihren Talentscout hat Carla auch von dem Schülerstipendienprogramm RuhrTalente erfahren. „Ich wusste gar nicht, dass es so etwas für Schüler gibt. Und ich hätte mich sowieso nicht getraut, mich dort ohne Hilfe zu bewerben.“ Dabei bringt sie alles mit, was die RuhrTalente bei ihren Stipendiaten*innen suchen: Leistungsstark sein in der Schule, engagiert und aus einer Nichtakademiker-Familie. Ihr Talentscout schrieb ihr u.a. eine Empfehlung für die Bewerbung bei den RuhrTalenten, Carla traute sich zum Vorstellungsgespräch und jetzt ist sie stolze Stipendiatin. „Das ist natürlich ein tolles Gefühl. Ich konnte schon so viele Dinge machen, die mir sonst nicht möglich gewesen wären.“ Damit meint sie zum Beispiel den Besuch eines Etikette-Seminars, bei dem den Jugendlichen die wichtigsten Benimmregeln nach Knigge erklärt wurden, oder ein Rhetoriktraining.

„Das alles hätte ich ohne meinen Talentscout nicht erreicht. Ich durfte schon an der Uni schnuppern, das Stipendium und einfach der Zuspruch. Hätte Luisa mich nicht unterstützt, wäre ich wohl in dem Dschungel der vielen Studien-Möglichkeiten untergegangen. Ich bin sehr dankbar dafür.“