Jorin

Talente erzählen ihre Geschichte

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Im Jahr 2013 hat Jorin sein Abitur erfolgreich absolviert. Doch der abenteuerlustige Baden-Württemberger wollte erst einmal praktische Erfahrungen sammeln, bevor es mit dem Studium losgeht. „Ich hab dann ein Jahr lang als Ski-Lehrer und Sportanimateur in einem Hotel in der Schweiz gearbeitet.“ Währenddessen hat er auch herausgefunden, was ihn wirklich interessiert: Natur und Technik. Also lag schnell auf der Hand, welcher Studiengang zu ihm passen würde: Bionik. „Ich finde es faszinierend, dass die Naturwelt uns eigentlich alles hergibt. Wir müssen es nur technisch umsetzen.“

Von der Schweiz ging es dann nach Bocholt an die Westfälische Hochschule. „Das war anfangs eine ganz schöne Umgewöhnung, aber mittlerweile fühle ich mich in Bocholt ganz wohl.“ Bei der Einschreibung wurde er von einer Mitarbeiterin der Talentförderung angesprochen, die ihm einen Termin zur Stipendienberatung anbot. „Das hätte ich vorher nie geglaubt, dass ich ein Kandidat für ein Stipendium bin. Ich dachte meine Noten seien nicht gut genug. Ich hatte einen Abischnitt von 1,8. Alleine die Ansprache war ein tolles Gefühl.“ Und es sollte noch mehr Grund zur Freude geben, denn Jorin hat das Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung erhalten. „Ein Wahnsinns Gefühl.“

Das Geld vom Stipendium nutze ich für meinen Lebensunterhalt.

Jorin macht sich nicht nur sehr gut in seinem Studium, sondern war und ist auch privat sehr engagiert. Schon in der Schule besuchte er viele AGs, leitete die Judo-AG und ist Ausbildungsleiter bei einem Ski-Verein in der Nähe seines Heimatorts Reutlingen. Außerdem spielt er Tennis und Gitarre. „Mir darf nie langweilig werden“, sagt der fröhliche Student und lacht. Seine Mutter hat Wirtschaft studiert, sein Vater ist Logistik-Kaufmann. Mit seinen zwei Schwestern ist er behütet aufgewachsen. Heute wohnt er in einer WG in Hochschulnähe. „Das Geld vom Stipendium nutze ich für meinen Lebensunterhalt. Ich möchte unabhängig sein. Außerdem kann ich mir so den Luxus leisten, erstmal nicht neben dem Studium arbeiten zu müssen. So kann ich mich vollkommen auf das Lernen konzentrieren. “

Nach dem Bachelor-Abschluss überlegt Jorin, seinen Master in Maschinenbau zu machen. Sein sechswöchiges Pflichtpraktikum bei Mercedes AMG in Ludwigsburg hat ihn inspiriert und sehr gefallen. Doch sein größter Traum wäre es, sich einmal selbstständig zu machen.