Karlo

Talente erzählen ihre Geschichte

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Auf dem Gymnasium in seiner Heimatsstadt Dorsten fühlte sich Karlo nicht sehr wohl. „Ich war in einer typischen Kein-Bock-Phase und stand unter großem Leistungsdruck, da meine beiden Schwestern vorher ein sehr gutes Abi abgelegt haben. Bei mir lief es dagegen nicht so gut.“

Darum ist Karlo nach dem elften Schuljahr von der Schule abgegangen und wechselte aufs Berufskolleg Marl. Dort macht er sein Abitur mit dem Schwerpunkt Design und geht wieder gerne zur Schule. „Ich bin in einer reinen Mädchenklasse und fungiere als eine Art Mediator. Wenn es in der Klasse Ärger gibt, bin ich der Ansprechpartner für die Lehrer. Das macht mir Spaß und durch diese zusätzliche Aufgabe gehe ich auch richtig gerne zur Schule.“

Bei der Studienwahl bringen Talentscouts Licht ins Dunkel

Karlo wurde von der Schule empfohlen, einen Hochbegabtentest zu machen. Er fiel positiv aus. „Das hat dann zumindest ein wenig erklärt, warum ich mich im Unterricht oft gelangweilt habe. Ansonsten hänge ich es nicht an die große Glocke. Für mich ändert sich dadurch im Endeffekt nichts“, erklärt er. Am Berufskolleg lernte er Talentscout Jelena Jojevic kennen. „Ich weiß zwar, dass ich studieren möchte, aber nicht was. Es gibt so viele Möglichkeiten. Darum ist Jelena eine große Unterstützung, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen.“ Philosophie und Psychologie seien für ihn interessant, Physik oder Chemie wären aber auch eine Option. Auf jeden Fall möchte er wissenschaftlich arbeiten. „Auch, wenn ich Psychologie studieren sollte, möchte ich im Anschluss keine Praxis haben, sondern lieber in die Forschung gehen.“

In seiner Freizeit spielt Karlo Strategiespiele am Computer. Außerdem ist er musikalisch. Während eines Schulpraktikums am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, entdeckte er seine Passion fürs Klavier spielen. Ich habe es mir selbst beigebracht. Noten lesen kann ich zwar nicht, aber das möchte auch gar nicht, um nicht an traditionelle Richtlinien zu stoßen. Ich bin nicht an Wiederholung und Auswendiglernen interessiert, sondern an spontanen Ausdrücken“ Er spielt zudem Gitarre. Auch sportlich ist der Allrounder. Er wandert regelmäßig und demnächst steht ein Halbmarathon mit Hindernissen an.

Mit seinem Talentscout ordnet er seine Ideen und Träume. Er bekommt die Möglichkeit, in Studiengänge reinzuschnuppern und mit Professoren zu sprechen. „Aber am wichtigsten ist, dass jetzt einfach jemand da ist, mit dem ich auf ganz neutraler Basis reden kann.“ Wenn es nach seinen Eltern ginge, würde Karlo an einem speziellen Institut eine Hochbegabungsqualifizierung absolvieren. Das ist aber nicht in seinem Sinne. „Viele Hochbegabte sind eher introvertiert. Ich aber nicht. Darum möchte ich lieber irgendwo studieren, wo nicht nur Hochbegabte sind“, erklärt er. Sein Talentscout unterstützt ihn bei dieser Entscheidung.