Rafaela

Talente erzählen ihre Geschichte

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Rafaela ist selbstbewusst und zielstrebig. Sie möchte Staatsanwältin werden oder Chemie studieren - oder am besten beide Berufe kombinieren. „Zum Beispiel als Patentanwältin“, sagt die 15-Jährige und strahlt. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Rafaela lebt mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und zwei Stiefgeschwistern in Gelsenkirchen. „Wir sind eine große Patchwork-Familie. Zwei meiner Geschwister sind bereits ausgezogen.“

Ihre leibliche Mutter ist verstorben als sie zwei Jahre alt war. Für ihren Vater war es nicht immer einfach, die zwei Mädchen alleine zu betreuen. „Ich erinnere mich nicht mehr gut an meine Mama, aber ich sehe ihr sehr ähnlich und, wenn ich bei meiner Familie mütterlicherseits in Griechenland bin, erzählen sie mir viele Geschichten von ihr.“

Ihre Eltern und auch ihre Geschwister haben allesamt eine Ausbildung gemacht oder sind noch dabei. Doch Rafaela, das Nesthäkchen, möchte auf jeden Fall studieren. Sie besucht zurzeit das Städtische Riesener-Gymnasium in Gladbeck und hat sehr gute Noten. Vor allem begeistert sie sich für die Fächer Englisch und Chemie. „Momentan mache ich für acht Wochen ein Probestudium in Chemie an der Uni Duisburg-Essen und das macht mir wirklich viel Spaß.“  Nach dem Abitur möchte sie erst einmal ein Jahr ins Ausland. „Am liebsten möchte ich nach Schottland, aber England wäre auch toll. Mal sehen.“

Es ist schön, dass jetzt jemand da ist, mit dem ich alles reflektieren kann.

Die Schülerin weiß genau, was sie will. Wie sie es am besten umsetzen kann, weiß sie oft allerdings noch nicht genau. Dafür steht ihr Talentscout Harry Barduhn zur Seite. „Es ist schön, dass jetzt jemand da ist, mit dem ich alles reflektieren kann. Wir können über verschiedene Studiengänge sprechen und er hilft mir herauszufinden, was am besten zu mir passt. Außerdem hat er mir gerade mit der Unterstützung einer Kollegin einen Praktikumsplatz organisiert. Darüber freue ich mich so sehr. Ich werde das Praktikum in einer Anwaltskanzlei machen. Vorher habe ich nur Absagen bekommen; es ist aufgrund der Schweigepflicht sehr schwer ein Praktikum in diesem Bereich zu bekommen. Ich bin schon ganz aufgeregt.“ Außerdem hat Harry die Hobbyreiterin auf das Schülerstipendium RuhrTalente aufmerksam gemacht, wofür sie sich nun wahrscheinlich bewerben wird. „Vorher wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt und dass ich dafür in Frage kommen würde.“

Im Januar 2017 startet das Schulpraktikum und Rafaela hofft, dass sie sich danach ein wenig klarer über ihren Berufswunsch geworden ist. Und wenn nicht, „dann gehe ich zu Harry und wir schauen weiter.“