Rreze

Talente erzählen ihre Geschichte

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Rrezes Eltern sind als Arbeitsmigranten aus dem Kosovo nach Deutschland gekommen. Heute lebt die siebenköpfige Familie in Essen. „Bei uns ist immer sehr viel los. Ich bin die Zweitälteste und teile mir mit meiner zwei Jahre älteren Schwester ein Zimmer. Das klappt ganz gut“, meint die ehrgeizige Schülerin. Ihre Mutter war Lehrerin und ist heute Hausfrau, ihr Vater Tief- und Straßenbauer. Rreze möchte auf jeden Fall studieren. „Ich träume von einem Jura-Studium, aber ich habe Angst, dass meine Noten nicht gut genug sind und ich es deswegen nicht schaffe.“ Mit diesen Gedanken setzt die Schülerin sich oft selbst unter Druck. „Die Gespräche mit dem Talentscout haben mir sehr viel Hoffnung gegeben. Ich gehe immer motiviert aus der Beratung heraus und mittlerweile glaube ich auch an mich und werde mir immer sicherer, dass ich auf jeden Fall versuchen möchte, meinen Traum zu verwirklichen.“

Die Gespräche mit dem Talentscout haben mir sehr viel Hoffnung gegeben.

Und dazu hat die Elftklässlerin am Leibniz-Gymnasium in Essen auch guten Grund. Ihre Erfolge sprechen für sie. Seit September 2015 wird sie durch das Reemtsma Begabtenförderungswerk unterstützt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Stipendium bekommen könnte. Ich war an der Westfälischen Hochschule bei der Stipendienberatung und dort wurde mir bei der Bewerbung geholfen und dann hat es tatsächlich geklappt. Ich war völlig aus dem Häuschen. Meinen Eltern musste ich erst einmal erklären, was ein Stipendium überhaupt ist. Sie sind sehr stolz auf mich.“ Um das Schülerstipendium zu bekommen, musste Rreze einige Voraussetzungen erfüllen: Das Gehalt der Eltern darf eine gewisse Summe nicht überschreiten, der Notendurchschnitt darf nicht schlechter als 2,5 sein, soziales Engagement und ein Migrationshintergrund zählen ebenfalls zu den Bedingungen. Rreze ist Schülersprecherin, Patin für jüngere Schüler, Tutorin, geht nach dem Unterricht wöchentlich in eine Politik-AG und ist Assistenztrainerin im Judoverein. Damit war sie eine sehr gute Anwärterin für das Stipendienprogramm. „Dann musste ich noch ein Motivationsschreiben einreichen. Und dann hieß es abwarten, ich war sehr aufgeregt. Als schließlich die positive Rückmeldung kam, habe ich innerlich eine Party gefeiert.“ Rreze wird bis zu ihrem Abitur mit 125 Euro im Monat unterstützt und spart das Geld für ihren Führerschein. „Ich möchte das Geld auf jeden Fall sinnvoll investieren.“

In ihrer Freizeit treibt Rreze gerne Sport, am liebsten sind ihr Ballsportarten im Team. Außerdem verbringt sie viel Zeit mit ihrer Familie. „Und ich häkle, das ist eine Tradition in unserer Familie und sehr beruhigend, wenn ich mal Stress in der Schule habe.“