Sidy

Talente erzählen ihre Geschichte

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Sidy ist das, was der Volksmund einen Musterschüler nennen würde. Schon während der Grundschulzeit nahm er erfolgreich an Mathewettbewerben teil, dann ging es auf das Gymnasium Nord-Ost in Essen. Hier hat er nicht nur durchgehend sehr gute Noten, sondern durfte u.a. auch an einem indive-Projekt der Universität Duisburg-Essen teilnehmen, das der universitäts­über­greifenden Lehrer­bildung dient. Doch sein Erfolg ist nicht selbstverständlich. In seinem engeren Familienkreis hat kaum jemand vorher studiert.

Seine Mutter ist medizinisch-technische Assistentin, sein Vater Lagerarbeiter. Er ist mit seinen zwei älteren Schwestern bei seiner Mutter in Essen-Karnap aufgewachsen. Schon als Kind hatte er eine besondere Leidenschaft: „Ich habe mir Dokumentationen über Astronomie bei Phoenix angeschaut. Meine Mutter und meine Schwestern waren immer ein bisschen irritiert über mein großes Interesse an dem Thema, aber das ist bis heute erhalten geblieben.“

Es ist super, dass Dzenan jetzt bei uns an der Schule ist. Sonst hatte ich keinen wirklichen Ansprechpartner.

Mittlerweile möchte Sidy Astrophysiker werden. Sein Talentscout Dzenan Kurspahić (Universität Duisburg-Essen) unterstützt ihn bei seinem Traum. „Es ist super, dass Dzenan jetzt bei uns an der Schule ist. Sonst hatte ich keinen wirklichen Ansprechpartner außerhalb der Lehrerschaft zum Thema Studium. Er konnte mir sehr viele Tipps zum Thema Studienorganisation und -finanzierung geben. Wäre er nicht, hätte ich wahrscheinlich viel zu spät angefangen, mich überhaupt darum zu kümmern und hätte dann total viel Stress bekommen.“

Außerdem wird sich der Abiturient demnächst gemeinsam mit seinem Talentscout eine Vorlesung in Physik anschauen. „Da bin ich schon sehr gespannt drauf. Es gibt nämlich so gut wie keine Möglichkeit, Astrophysik im Bachelor zu studieren. Darum mache ich erst einmal allgemeine Physik und spezialisiere mich dann im Master.“

In seiner Freizeit treibt Sidy gern Sport. Gemeinsam mit seiner Mutter geht er einmal die Woche schwimmen und fährt Skateboard. Trotz seiner großen Begeisterung für das Universum möchte er nicht dort hinfliegen. „So fit bin ich dann doch nicht. Ich mache meine Sache lieber vom Boden aus, da fühle ich mich sicherer“, gibt er zu und muss lachen.