Sören

Talente erzählen ihre Geschichte

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Für Sören darf das Leben nie eintönig werden. Der Mainzer machte sein Abitur mit dem Schwerpunkt Technik und Naturwissenschaften und hatte danach erst einmal keine Lust mehr aufs Pauken. „Ich mag es Neues kennenzulernen. Nach dem Abi war ich lernmäßig ausgebrannt. Ich sehnte mich nach Natur und Abenteuer.“ Darum ging er für ein Jahr nach Australien und machte Work&Travel. In dieser Zeit fand er auch heraus, was er zukünftig machen möchte. „Ich wollte etwas die Natur Betreffendes machen, aber interessiere mich auch sehr für Physik und Technik. Darum habe ich recherchiert und mit Bionik schließlich den idealen Studiengang für mich gefunden.“ Denn hier werden biologische Phänomene auf die Technik übertragen. „Das hat Potenzial und ist nachhaltig. Ich hoffe damit irgendwann wirklich etwas bewegen zu können. Etwas Positives für Mensch und Umwelt zu schaffen. Die Natur hat eigentlich alles, was wir brauchen. Darum finde ich den Gedanken, Biologie in die Technik zu übersetzen, wahnsinnig spannend und sinnvoll.“

Jeder Mensch hat eine Chance verdient. Das ist mir sehr wichtig und darum möchte ich nicht nur zuschauen.

Bei der Einschreibung an der Westfälischen Hochschule in Bocholt wurde Sören von Mitarbeitern der Talentförderung angesprochen, auf deren Hinweis hin er in die Stipendienberatung ging. „Dort wurde mir klar, dass ich die Möglichkeit habe, ein Stipendium zu bekommen und mich damit von einigen Sorgen zu befreien. Darüber hatte ich vorher gar nicht nachgedacht.“ Er bewarb sich und wurde von einer Stiftung abgelehnt, doch das sollte ihn nicht aufhalten. Als Bester aus seinem Studien-Jahrgang, wurde er nach dem ersten Semester für die Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen und ergatterte das Stipendium. „Das hat mich sehr gefreut. Ich muss mir jetzt nicht mehr so viele Gedanken über die Finanzierung meines Studiums machen und auch die ideellen Angebote der Stiftung, wie Seminare, der Stiftung sind sehr interessant.“ Neben seinen sehr guten Noten konnte Sören auch mit seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten bei der Stiftung punkten. Aktuell ist er Helfer in einem Flüchtlingsheim in Bocholt und verknüpft dies mit dem Campus-Kino. „Ich lade die Leute ein, mit uns gemeinsam Filme zu schauen. Das funktioniert ganz gut. Ich denke, dass das Wertvollste, was ich geben kann meine Zeit ist. Und das mache ich gerne. Jeder Mensch hat eine Chance verdient. Das ist mir sehr wichtig und darum möchte ich nicht nur zuschauen.“

Schon zu Schulzeiten hat er als Schulsanitäter, Tutor und Kinderbetreuer bei Ferienfreizeiten gearbeitet. „Ich möchte auch in meinem späteren Job etwas machen, das für mich Sinn macht. Ich könnte mir etwas im Bereich Umweltschutz vorstellen. Am liebsten erst einmal im Ausland, Südamerika wäre ein Traum.“