Jovana

Talente erzählen ihre Geschichte

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Jovana besucht eine katholische Klosterschule in Essen-Holsterhausen. Seit dem fünften Schuljahr war sie in einer reinen Mädchenklasse und auch, wenn die Schule mittlerweile für Jungs geöffnet wurde, sind bei ihr in der Oberstufe weiterhin nur Mädchen. „Für mich ist das ganz normal. Und es ist auch nicht so, wie viele denken, dass hier ständig Zickenkrieg herrscht. Ganz im Gegenteil“, erzählt die Schülerin und schmunzelt. Es sei ihre Entscheidung gewesen, auf die Schule zu gehen, weil sie „direkt um die Ecke“ sei. Bald geht es für Jovana aber weiter als nur um die Ecke. Denn nach dem Abitur möchte sie studieren. Nur was und wo, da ist sie sich noch unsicher.

Die Eltern der strebsamen Schülerin kommen aus Montenegro, ihr Vater lebt seit 20 Jahren in Deutschland, er ist Schreiner. Ihre Mutter ist in Deutschland geboren und arbeitet als Zahnarzthelferin. Jovana hat drei jüngere Schwestern, mit denen sie oft lernt. Außerdem hilft sie viel im Haushalt. „Das gehört bei uns dazu.“ Aber auch in ihrer Freizeit hat sie immer viel zu tun. Seit über zehn Jahren macht sie Jiu-Jitsu, eine Kampfsportart. Mittlerweile ist sie selbst Kursleiterin für Kinder. Außerdem tanzt sie serbische Folklore, um die Traditionen zu pflegen, wie sie sagt.

Gemeinsam mit Talentscout Chaos im Kopf geordnet

Die temperamentvolle junge Frau wäre die erste in ihrer Familie, die ein Studium aufnimmt. „Der Eisbrecher sozusagen. Das macht mich stolz, aber führt auch dazu, dass mir niemand wirklich Ratschläge geben kann.“ Von einem Bekannten erfuhr sie vor einiger Zeit vom Talentscouting und wandte sich auf eigene Faust an Talentscout Jelena Jojevic, da es an ihrer Schule keinen Talentscout gibt. „Nach dem ersten Gespräch mit Jelena war ich so glücklich. Sie hat mir meine Ängste genommen und wir haben zusammen das Chaos in meinem Kopf geordnet.“ Denn für Jovana ist es schwer, sich für eine Studienrichtung zu entscheiden. Psychologie oder Jura findet sie interessant. Am liebsten wäre sie aber zur Polizei gegangen. „Das geht leider nicht, weil meine Augen zu schlecht sind. Vielleicht lass ich sie mir irgendwann lasern, aber bis das möglich ist, möchte ich schon einmal etwas anderes studieren.“

Weit weg möchte die Abiturientin fürs Studium nicht. Denn sie fühlt sich sehr an ihre Familie gebunden und mit dafür verantwortlich, dass zuhause alles funktioniert. Mit ihrem Talentscout kann sie über ihre Sorgen sprechen und sich eine große Portion Motivation holen. „Jelena glaubt an mich. Das ist ein tolles Gefühl.“ Auch über die Studienfinanzierung durch BAföG oder ein Stipendium wurde bei den Treffen viel gesprochen. „Vorher war ich darüber gar nicht informiert. Das macht für mich die Entscheidung für ein Studium natürlich leichter“, sagt Jovana.

Jetzt heißt es, das Abitur erfolgreich beenden und sich dann zunächst für ihre erste Wahl Psychologie bewerben. „Ich bin froh, dass ich nach der Schule nicht allein dastehe und mit Jelena eine Person habe, die ich alles rund ums Studium fragen kann.“